CDRfarm

untersucht, welche Hürden der großflächigen Umsetzung von „Carbon Farming“ im Weg stehen, und entwickelt Entscheidungshilfen für Landwirtschaft und Politik.

Landwirt:innen können durch Praktiken wie Agroforstwirtschaft, Pflanzenkohle und „Conservation Agriculture“ Kohlenstoff in Böden und Bäumen speichern – doch die meisten tun es nicht. Viele Hürden sind bekannt: fehlende Informationen, unklare Regelungen und mangelnde finanzielle Anreize. CDRfarm identifiziert die bestehenden Hindernisse und entwickelt praktische Strategien, um das zu ändern – zusammengeführt in einem Entscheidungshilfetool für Landnutzer:innen und politische Entscheidungsträger:innen.

Projektleitung

Dr. Stephen Wirth

Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK)

Projektdauer

01.03.2026 – 28.02.2029

Projektpartner

Dr. Prajna Kasargodu Anebagilu, Lars Caspersen, Kristine Karstens (Scientist), Patrick Rein, Dr. Sebastian Ostberg Dr. Christoph Müller, Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK)| Prof. Dr. Eike Lüdeling, Institut für Nutzpflanzenwissenschaften und Ressourcenschutz, INRES, Universität Bonn

Carbon Farming als CO2-Entnahme in der Landwirtschaft

Carbon Farming umfasst landwirtschaftliche Praktiken wie Agroforstwirtschaft, den Einsatz von Pflanzenkohle oder Anbaumethoden, die die Bodenstruktur schützen (Conservation Agriculture). Diese Ansätze können Kohlenstoff in Böden und Bäumen speichern und damit einen Beitrag zur CO2-Entnahme leisten. Bislang werden sie jedoch nur von vergleichsweise wenigen Landwirt:innen und Landnutzer:innen eingesetzt. Zu den bekannten Hürden zählen fehlende Informationen, komplizierte Bürokratie, mangelnde Unterstützung sowie unklare oder widersprüchliche Regelungen.

Was braucht es für eine breitere Umsetzung von Carbon Farming?

CDRfarm untersucht, was einer breiteren Umsetzung von Carbon Farming im Weg steht und wie diese Hindernisse überwunden werden können. Dafür führt das Projekt vorhandenes Wissen zusammen und nutzt Modellsimulationen, um Wissenslücken zu schließen. Gleichzeitig entwickelt es detaillierte Profile verschiedener Carbon-Farming-Optionen und ein Entscheidungshilfetool für Landwirt:innen, Beratung und politische Entscheidungsträger:innen.

Die Profile betrachten drei zentrale Fragen: Was kann eine bestimmte Carbon-Farming-Praxis leisten und welche Voraussetzungen bestehen hinsichtlich Fachwissen, Ausstattung und Märkten? Welche finanziellen Risiken, Finanzierungsmöglichkeiten und Beratungsangebote beeinflussen die Umsetzung in landwirtschaftlichen Betrieben? Und welche Anreize, Vergütungssysteme und rechtlichen Rahmenbedingungen sind erforderlich?

Carbon Farming in größerem Maßstab

Darüber hinaus entwickelt CDRfarm Szenarien dafür, wie Carbon Farming in größerem Maßstab eingesetzt werden könnte, und untersucht mögliche Auswirkungen auf Deutschlands Kohlenstoffbilanz, globale Märkte und Nachhaltigkeitsziele.

Workshops mit Landwirt:innen, politischen Entscheidungsträger:innen und Branchenverbänden bringen die wissenschaftlichen Erkenntnisse mit den Erfahrungen und Anforderungen aus der Praxis zusammen. So sollen die Ergebnisse dazu beitragen, die Voraussetzungen für eine breitere Umsetzung von Carbon Farming in Deutschland und darüber hinaus besser zu verstehen.